Warum wir kompetente Gespräche für den notwendigen Wandel 2.0, …, 4.0 brauchen!

Phanta rei, alles fließt … und der Wandel 2.0, …, 4.0

Wir leben in einem Zeitalter des spannenden paradigmatischens Wandels, d.h. eines Wandels, der unser Weltbild bzw. unser Denken und unsere Lösungsmuster fundamental verändern wird. Wenn Heraklit noch alles im Fluß sah, dann wandeln sich jetzt sogar die Flussbette bzw. der Rahmen des Fließens. Aktuell wird vor allem beim Thema Industrie 4.0 bzw. bei Produktion und Logistik der Paradigmenwechsels durch die Versionsnummer (4.0) manifestiert. Aber getrieben vom Digitalen und einer neuen agilen Netzwerk-Ökonomie müssen sich alle wandeln, kein Stein bleibt auf dem anderen. Der „Digitale Darwinismus“ charakterisiert diese fundamentale Dramatik.


Wandel HRM, Thema des ersten Kompetenzgesprächs (Bild: YouTube)

So spricht auch das Personalmanagement schon von HR 4.0, einige wollen sogar schon gar das Personalmanagement abschaffen (darwinistisch durch bessere Alternativen), und im Marketing sind Social und 2.0 fast schon wieder Vergangenheit. Wer aber möchte für sich beanspruchen, dass er frei von der dieser breiten Veränderungsnotwendigkeit ist? Selbst Controller fern von der Front mussten schon lange mit der „Beyond Budgeting“ & Co-Bewegung einen Angriff auf ihre alten Glaubenssätze erleben und werden fundamental hinterfragt. Noch schlimmer: In manchen modernen Unternehmen werden sogar Chefs von Mitarbeitern abgewählt! So weit ist es schon gekommen.

Wandeln – aber wohin?

Es bleibt allerdings ein kleines Problem: Das Mantra des notwendigen Wandels bietet noch keine Lösung, selbst bei Redudanz. So ist man all überall ratlos. Deutschland will mit Industrie 4.0 die Welt (aber vor allem auch Deutschland) retten, muss jetzt aber erst einmal verstehen, was das denn genau sein könnte. Und auch in allen anderen Bereichen ist man oft ratlos, duckt sich weg oder hofft auf einen ausreichend kurzen Abstand bis zur Pensionierung. Diese Orientierungslosigkeit gilt es zu überwinden.

Aber warum Gespräche? Märkte und Unternehmen als (kompetente) Gespräche!

Wer hier jetzt schon hier finale Antworten erwartet, überschätzt die Möglichkeiten eines Blogbeitrags (und des Autors!). Lenin, ein Wegbegleiter Heraklits (im Zeit-Raum-Kontinuum), würde fragen: „Was tun?“. Im Rahmen einer Industrie-4.0-Expertenrunde hat der Autor eines Beitrags darauf hingewiesen, dass die anstehenden Herausforderungen so komplex sind, das man sie nur kooperativ lösen kann. Kooperieren setzt nun aber erst einmal miteinander reden voraus.

„Industrie 4.0 ist ein ganzheitliches und komplexes Thema,
das nur kooperativ gelingt!“

Man kann sogar noch fundamentaler manifestieren, dass nicht nur – wie im visionären Cluetrain Manifesto behauptet – Märkte vor allem Gespräche sind, sondern auch Organisationen. Noch genauer: Alles ist immer mehr ein fast grenzenloses kommunikatives Netzwerk. Das hätten die Autoren des Cluetrain Manifesto schon von Luhmann lernen können. Daher sind Gespräche auch die Träger des Wandels! Gespräche heißt in diesem Kontext aber nicht Geschwätzt, selbst wenn es Social Geschwätz ist. Hier müssen sich aktuell die Social-Propheten kritisch hinterfragen lassen: „Where is the Social Beef?“.

Kompetente Gespräche sollten daher dem Kompetenzanspruch doppelt gerecht werden, indem sie in der Basis von führenden Fähigkeiten getragen werden und im Ergebnis möglichst in der Breite Veränderungen, zumindest in the long run, induzieren. Im Zeitalter von Post Web 2.0 bedeutet das natürlich, dass Gespräche im Netz alle relevanten Akteure erreichen und irgendwann dann auch mitnehmen sollten, auf welche Art und Weise auch immer. Das Format der Kompetenzgespräche wird daher führende Köpfe in einem Thema versammeln, aber in der Breite für den Dialog offen sein und natürlich die multiplikativen Wirkungen des Netzes maximal nutzen. Zugleich sollen solche Gespräche aber auch nachhaltig wirken, d.h. den Dialog kontinuierlich fortsetzen und mit anderen Maßnahmen vernetzen (Messen, Bücher, …).

Aber warum ich? Kompetenz-Reputation!

Mag sein, wird der ein oder andere denken. Aber warum ich, warum soll ich in Gespräche investieren, um den Wandel voranzubringen? Natürlich stellt ein solches Engagement Aufwand dar, zugleich bietet es die Chance, nicht nur altruistisch für alle ein Thema sukzessiv voranzubringen, sondern auch sich persönlich dabei als Kompetenz-Partner sichtbar zu machen. Die Frage „Why me?“ muss also nicht mit „Why not?“ gegenbeantwortet werden, sondern eine Antwort kann ein schwergewichtiges Wert-Argument anführen: Die Vernetzung und die Bedeutung im Netzwerk. Das ist, was in Zukunft immer mehr zählen wird!

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